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wieder da!
16.10.2009 von birgit.
Nun bin ich schon seit Dienstag wieder im Lande! Unglaublich … ist echt ein Jahr schon vergangen???
Der Empfang am Frankfurter Flughafen war ja echt haaasig!
Falls ihr mich nun braucht um z.B. Trommelworkshops zu leiten, oder um ein Theaterstück kreativ percussiv zu begleiten, oder einfach eine impulsive Trommelsolistin mit Esprit gesucht wird ….
meine neue Handynummer lautet: 0176 / 970 553 82
Freue mich über ein Wiedersehen mit euch, meinen Freunden
und freue mich über zukünftige neue Projekte und viele Engagements!
Herzliche Grüße
Karin Graf
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La fête
3.10.2009 von Karin Graf.
Rührend!!! Das alles nur für mich!!! hmmm …
… und ich anschliessend auch! … für sie, für Adama!
Und noch dazu habe ich meine Danksagung und alles, was ich so empfinde und erlebt habe in ihrer Sprache, dem Djula, gesprochen. Darüber hat sich wirklich der ganze Hof sehr gefreut und sie haben sich köstlich über meine Aussprache amüsiert!
Nicht alle sprechen französisch und viele können weder Lesen noch Schreiben, da sollte man sich schon auf ihre Sprache einstellen. Naja, ich kann jetzt ein klitzekleines bisschen.
Nun geht meine Reise echt zu Ende, mit dem Unterricht haben wir schon aufgehört, da Adama schon am Montag abreist. Er geht auf Tournée mit einer Jazzcombo.
Ich werde noch ein paar Tage bei meiner afrikanischen Familie bleiben und am Mittwoch zum Rückflug nach Ouagadouga, der Hauptstadt von Burkina reisen.
Nr. 14 musste kurz “leiden”, da ich ihn für einen Fotofilm, den ich für die Familie gemacht habe, missbraucht habe!
Freu mich schon sehr auf euch!!!
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Nr. 14
23.9.2009 von Karin Graf.
Der kleine Ibrahim, die Nr. 14 !!!, ist nun schon über 4 Wochen bei uns und Adama ist wirklich ein sehr glücklicher und fürsorglicher Papi.
Am Sonntag war das Ende des Ramadanfastens und es wurde richtig doll gefeiert! Dieser Tag ist nach dem Opferfest der höchste islamische Feiertag. Die Stadt war voller Menschen, die Moscheen überfüllt und es wurde auf der Wiese gebetet. Man besucht sich gegenseitig und wird überall zum Essen eingeladen … und afrikanische Familien sind seeehhr gross wie ihr wisst!
… puh, mein Bäuchlein war guuut gefüllt! Und das von Adama sicherlich auch! Unglaublich die Menge, die ein Afrikaner verdrücken kann! Vielleicht liegt es daran, dass man mit den Händen ist, und eine Hand ist schliesslich wesentlich grösser als eine Gabel! Ich glaube, für mich werde ich das mit der Hand essen beibehalten … ist irgendwie natürlicher.
Das Fasten geht über 30 Tage, d.h. man gibt Gott von den 12 Monaten des Jahres einen Monat, in dem man sich zurückhält und zurückzieht, sich besinnt, friedlich lebt und verzeiht, keinen Alkohol drinkt und möglichst körperliche Liebe schmäht. Morgens bervor die Sonne aufgeht, in der Regel gegen 4 Uhr wird gebetet und anschliessend gefrühstückt und abends um 18.30 Uhr wird das Fasten gebrochen und reichlich verzehrt.
Nichts essen und trinken macht auch sehr müde und darum wurde auch viel geschlafen und so war es tagsüber hier, die ganze Stadt war am schlummern.
Aber seit Sonntag ist das alles wie anders, im Gegenteil! Ich wollte ein Konzert besuchen, aber es war leider unmöglich ins “théâtre de l’amitié” zu kommen, auf stundenlanges Warten und Rumstehen hatte ich echt keine Lust. Seht selbst:
Jo, und sonst bin ich wohlauf und geniesse meine letzten Tage hier … versuche ich jedenfalls
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Der Palu!
6.9.2009 von Karin Graf.
Na ja, ich wollte doch so richtig wieder gasgeben … und dann hat das Spiel des Lebens für mich noch mal voll die Bremse gedrückt!!! … übel,übel
Der Palu … nicht “der Paul”!? (insider!), le paludisme, auf deutsch die Malaria hat noch mal so richtig zugeschlagen und mich für über eine Woche flachgelegt und plattgemacht, war sogar 2 Tage davon in der Klinik. Heute bewege ich mich zum ersten mal wieder in der Horizontalen. Bin noch nicht so ganz bei mir und Adama, (der sich wirklich rührend um mich kümmerte!) hat mir strengste Ruhe verordnet und das Trommeln untersagt!
In der Klinik war ich wirklich sehr sehr traurig, da ich intensivst an Eines dachte: Ich hatte Geld, ich konnte einige Scheine aus der Hosentasche zücken … aber was zum Teufel macht man, wenn nichtsss da ist ????
Fieber, 40°, Aussentemperatur 40°, du transpirierst wie nach einem Marathon, aber 5 min später klappert dein Gebiss und dein Körper schüttelt sich unfreiwillig und unkontrolliert, Kopfschmerzen, Hirndröhnen, jedes klitzekleine Geräusch erschüttert deine Haarwurzeln, wie kleine Stromschläge, aber es sind noch 40 Leute um dich herum und leider nur 1 Arzt, vielleicht kann er dich übermorgen behandeln, dir eine Schmerztablette geben, damit das Hämmern sich beruhigt, der ganze Körper ist Schmerz und schwach wie Pudding und du schliesst deine Augen, aber, alles was du denkst, alle Bilder in deinem Kopf rattern wie in einem Science fiction, … duff duff duff … machine gun, “spricht da jemand mit mir???” und es will und will sich nicht beruhigen, du kannst schon längst nicht mehr aufrecht sitzen, kannst eigentlich kaum noch deinen Kopf bewegen, weil dir speihübel ist und jeder Schluck Wasser will wieder nach draussen, also Essen geht auch nicht, nun liegst du da in deiner eigenen Lache, ein Bett gibt es nicht, also irgendwo, irgendwie auf dem nackten Boden und wartest ….
Viele sterben und viele werden verrückt, Palu macht wahnsinnig und die kleinen süssen Babys haben leider die kleinste Chance, täglich sterben ungefähr 100 und manchmal könnten bereits 3 Euro ausreichen um ein Leben zu retten!
Ich hatte Glück und konnte 50 Euro aus meiner Tasche ziehen, womit ich in einer privaten Klinik mit Einzelzimmer und intensiver ärztlicher Behandlung untergebracht werden konnte, wobei das private Einzelzimmer überhaupt nicht zu vergleichen ist mit europäischen, logo! Aber ich bin da nicht empfindlich, ich bin einfach nur aus tiefem Herzen dankbar, dass ich diese Möglichkeit nutzen konnte!
Ich möchte euch heute einfach einen Moment an meiner Traurigkeit und Verzweiflung teilhaben lassen … mir persönlich gehts gut, ich will euch keine Angst machen, ich habe diese Erfahrung aus einem bestimmten Grund gemacht, wie schon so einige …
Es gibt auch sehr schöne Neuigkeiten:
Adama ist schon wieder Papi geworden, nun schon zum 14. Mal!!
Fotos vom kleinen Imbrahim demnächst! ![]()
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Happy Hippo!
14.8.2009 von Karin Graf.
Ich wollte vor der baldigen Heimreise doch noch mal so richtig afrikanische Tierwelt erleben und habe mich auf den Weg gemacht nach Banfora, einen Ort ca.
Zweimal habe ich mich mit einem Führer und seiner Piroge auf den Weg gemacht um die Hippos zu grüssen, einmal abends und dann um 5 Uhr früh morgens … leider sind wir uns nicht begegnet …
Dafür traf ich auf Mister Riesentausendfuss … ca.
Riesige Termitenhügel – Termiten sind übrigens eine „Leckerei“! Mit der Dämmerung schwirren sie zu Tausenden im Licht, sie kommen um zu sterben. Man packt sie an den Flügeln und wirft sie in wassergefüllte Eimer … sie ertrinken und danach werden sie gebrutzelt! Bon appétit!
Apropo:
Eine echte Spezialität von Bobo Dioulasso sind Riesenmaden, ca.
Die Cascades von Karfiguiéla – Der Tag am Wasserfall hat mich wirklich seeehhr entspannt, endlich so richtig Natur pur und raus aus der Stadt!
Ich muss schon sagen, die Regenzeit hat alles verändert, die Landschaft ist malerisch schön!
Aiguilles de Sinbou – Bizarre Gesteinsformationen die in den Himmel ragen! Früher hat hier ein sehr mystisches Volk, ähnlich den Dogon von Mali, gelebt. Die Grenze zu Mali ist allerdings auch nur wenige Kilometer entfernt und diese Felsen erstrecken sich von Mali nach Burkina.
Diese Pflanze, die es angeblich nur hier bei den Felsen gibt, ist wirklich sehr gefährlich, da hochgiftig! Alleine schon das Berühren vom Pflanzensaft kann tödlich sein, ist hochätzend! Sie wird in der schwarzmagischen Küche genutzt.
In dieser Gegend siedeln die Turka, eine Ethnie, die überwiegend vom Reisanbau lebt.
Banfora, die Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern ist Zentrum des Zuckerrohranbaus. Es gibt hier eine grosse Zuckerfabrik, der eine Alkoholfabrik angegliedert ist, hier wird Rum hergestellt.
Tja, und das ist wohl das wildeste afrikanische Tier was ich bislang hier gesehen habe!
Nun, 10 Tage Urlaub … ahh, das hat schon richtig gut getan! Ausser der Beginn, das war nicht so doll, ich hatte wieder Malaria und diesmal richtig heftig, mit tierischen Kopfschmerzen, Erbrechen und hohem Fieber bis hin zu Alpträumen … puh! Jetzt weiss ich Bescheid! Aber der Horror ist zum Glück vorbei und jede Krankheit bringt auch immer etwas Gutes mit sich … fühle mich wie neu und werde noch mal richtig gasgeben!
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es regnet … es regnet … lalala!
23.7.2009 von Karin Graf.
Jouh!
Die Regenzeit hat begonnen und manchmal giesst es wie aus Eimern und noch dazu ist es dann ziemlich frisch … ahh, das tut zur Abwechslung mal richtig gut und ich schlafe wunderbar!
Ausserdem wird es landschaftlich viel interessanter, schön grün.
Ich habe vor ein paar Wochen angefangen N’Goni zu spielen und das hier ist mein Lehrer, Adama Diarra, der mir auch eine sehr schöne N’Goni gebaut hat.
Tja, sonst gehts mir gut, ausser dass ich gerade schon wieder ziemlich parasitenverseucht bin … puh der Durchfall nervt ganz schön!
Hier noch ein paar schöne Fotos von einem Dorf an der Grenze zu Mali:
“Heilige Krokodile”- die sind zahm, angeblich die Ahnen des Dorfes.
In dem Dorf steht man seeehr auf Hasen!
Die Dorfmusikanten:
übrigens! Das Balafon ist “das” Instrument Burkinas und die Burkinabé sind echte Virtuosen auf diesem afrikanisches Xylophon!
ein Wahrsager:
Die ist nicht aus dem Dorf, das ist eine kleine süsse Nachbarin! Die Kinder sind froh mit ihrem Tubabu, wenn ich morgens mein Brot hole, ist das immer ein Gequitsche auf der Strasse … die kleine Rasselbande, es sind ungefähr 20 und einige haben echt Angst vor mir!
Müssen sie auch, hihihi … denn manchmal jage ich hinter ihnen her … und dann … dann gibts Bonbons!
Ich habe übrigens schon mein Rückflugticket, am 12. Oktober
Das wird nicht leicht …
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WM 2010!
21.6.2009 von Karin Graf.
Gestern fand das Qualifikationsspiel Burkina Faso - Côte d’Ivoire statt.
Naja, ich bin ja nun wirklich überhaupt kein Fussballfan, hier einige Fotos … für dich Farinchen!
Die Stadt war tagsüber wirklich seeehr lebendig, alle waren guter Dinge und voller Zuversicht auf den bevorstehenden Sieg … der leider ausblieb 3:2 für die Elfenbeinküste!
Abends war es dann totenstill in Bobo… die waren dann traurig, die Bobolasenhasen!
Heute ist Fête de la musique! Mal sehen, vielleicht gibt es noch ein tolles Konzert!
![]()
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Gna – Dji / Les Larmes
12.6.2009 von Karin Graf.
Letzten Samstag stand ich mit Adama und seinen Leuten auf der Bühne und habe natürlich … mitgespielt!
Das war jetzt schon ein ganz besonderes Erlebnis für
Ungefähr 6 Wochen haben wir an Adama’s neuer Kreation “Gna – Dji”, die Tränen, gearbeitet.
Die Kreation spricht von der Armut Burkinas, von der Armut Afrikas allgemein, von den unzählig geflossenen Tränen der Verzweiflung und des Schmerzes. Es ist kein Geld da, es gibt keine Arbeit und die Jugend hat nichts zu tun, ausser den ganzen Tag teetrinkend in der Hitze zu sitzen und zu trödeln. Es macht sehr traurig zu sehen, dass es so viele Reiche gibt, die den Armen nicht helfen wollen oder können!
“Hört auf zu Weinen!
Die Zeit des Weinens ist zu Ende, Weinen ändert nichts.
Freut euch an unserer Musik!
Sie ist unser Glück und unsere echte Lebensfreude!! Sie lindert unsere Qual, beruhigt den Schmerz und füllt uns mit neuen Kräften!”
hier ein paar Impressionen vom Auftritt beim CCF, franösisches Kulturzentrum in Bobo:
Und dann habe ich mich doch wirklich sehr über den Applaus gefreut …
Für diesen Auftritt wollte ich mein Outfit verändern, jetzt wisst ihr wieso. Aber das konnte ich leider nur 3 Tage aushalten, ich bin gewiss nicht zimperlich, aber das war echt schmerzhaft! Ich wusste gar nicht wie und wo ich meinen Kopf ablegen soll! Am 3. Tag bin ich abends richtig aggressiv geworden und habe mitten in der Nacht angefangen alles wieder aufzumachen. Das habe ich allerdings nicht alleine geschafft … puh!
Ich bin wirklich sehr dankbar & glücklich hier … in Adama’s petit village … Sindi international!
Doooooni!!!
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Baobab - ein Gigant!
31.5.2009 von Karin Graf.
Diesen
wunderschönen Baobab habe ich letztens in einem Dorf gesehen:
Typisch für
die Trockensavanne ist der Baobab, Affenbrotbaum, der als ein Wahrzeichen Afrikas gilt. Der
massige, merkwürdig geformte Stamm mit seiner silbergrau – glatten Rinde
verleiht diesem Baum ein archaisches Aussehen. Im Stamm kann er während der
Regenzeit gewaltige Mengen Wasser speichern und so längere Trockenzeiten
überdauern. Bei manchen dieser gigantischen Bäume hat man ein Alter bis zu 1000
Jahren nachgewiesen, und so ist es nicht verwunderlich, dass er in manchen
Gegenden Afrikas als heilig gilt. Das seltsame Aussehen des Baumes wird der
Sage nach folgendermassen erklärt:
Gott ist
bei der Welterschaffung der Baum mit der Krone nach unten auf die Erde gefallen
und die eigentlichen Wurzeln des Baumes ragen nun als Äste in die Luft.
Naja, mich erinnern diese Wurzeln eher an Riesententakel, mit denen der etwas unheimliche Riese nachts seine Runden im Dorf dreht!
Ich habe noch einmal ein Maskenfest besucht, eines der letzten in dieser Saison. Hier war es, trotz dem Trubel sehr friedlich, im Gegensatz zum letzten Mal in der Stadt. Ihr müsst die Fotos genau betrachten, damit ihr auch keine Maske überseht!
Hier müsst ihr auch noch genau hinschauen … habe ein bisschen mein Outfit verändert und bin jetzt mutiert zur Farafin Mousso!
Puh, das war ganz schön anstrengend, musste gestern den ganzen Tag stillsitzten, von 10 Uhr morgens bis … 21 Uhr … abends ;-(
Was macht das Saarland und seine Bewohner ??????
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Virus … :-(
19.5.2009 von Karin Graf.
Die letzten Tage hatte ich richtig schlechte Laune, ein Virus hat sämtliche Dateien vom Rechner vernichtet … alle Fotos, Aufnahmen und Musik … pfutschi!!!
Habe erst einmal ein paar Tage gebraucht um das zu verdauen …. grrrrrr!!!!
Nun bin ich wieder fröhlich, Afrika macht immer noch Laune!!!
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